Wenn wir als Hedonisten das Glück für so wichtig halten, sollten wir es wenigstens definieren können. Das ist zugegebenermaßen schwierig.

Aber nur weil es schwierig ist, bedeutet das nicht, das es hierfür keine Antwort gibt.

Zunächst einmal glaube ich, dass das, was Glück ist, immer höchstpersönlich ist. Ich denke auch, dass niemand die Hoheit haben sollte, zu definieren, was das Glück der anderen ist.

Damit ist die erste Regel: „Glück ist das, was das Individuum als sein Glück bezeichnet.“

Natürlich gibt es Situationen, in denen wir wissen wollen, was andere glücklich macht. Sei es in der Partnerschaft, in einer Politik, die auf andere abzielt oder auch, wenn wir über Produkte nachdenken, von denen wir glauben, das sie andere glücklich machen.

Als Hedonisten glauben wir nicht an eine höhere Macht. Es wird also nie eine Gottheit geben, die uns durch Fingerzeige erklärt, was Glück ist. Auch bei Gurus wäre ich immer vorsichtig. Sicher gibt es tolle Menschen, die mehr über das Glück wissen, als andere, aber es sind nur Menschen.

Ich glaube, wir sollten uns an dem orientieren, was die Wissenschaft uns an Antworten bietet und dabei durchaus kritisch sein, denn Wissenschaft entwickelt sich weiter und die Psychologie ist ein sehr neuer und komplexer Zweig. Dogmen sollten wir nie akzeptieren. Maximal sind es Hinweise, die jeder für sich selber überprüfen kann.

Die Definition von Glück bei Wikipedia lautet:

Allegorie des Glücks (Gemälde von Agnolo Bronzino, 1546)

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals­wendung. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis. Glück darf nicht mit Glückseligkeit verwechselt werden, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung erklärt und verstanden wird.

Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht Eingang gefunden in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie. Dort wird es nach Thomas Jefferson als Pursuit of Happiness bezeichnet.[1] Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand spezifischer Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.

Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens teilweise Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.“