Motivation

Wer seine Kinder hedonistisch erziehen will, legt starken Wert auf Motivation im Gegensatz zu Disziplin.

Das Glück des Kindes hängt davon ab, dass es lernt, die Dinge zu tun, die es selbst glücklich machen. Disziplin hingegen sorgt dafür, dass man Regeln befolgt – meist, um die Gesellschaft glücklich zu machen.

Selbst in der Psychologie wird die Selbstdisziplin als Voraussetzung angesehen, um seine Probleme zu lösen (und um dann glücklich zu sein).

Natürlich muss ein Kind auch Regeln befolgen und man muss im Zweifel diese Regeln auch gegen den Willen des Kindes durchsetzen (Medizin nehmen, nicht bei rot über die Ampel gehen, etc..). Diese Sonderfälle sollten aber nicht die komplette Erziehung prägen.

Auch um Dinge zu erreichen, braucht es Selbstdisziplin. Aber mal ganz ehrlich: als ihr damals nicht genug Klavier geübt habt, was war der eigentliche Grund? Mangelnde Selbstdisziplin oder mangelnde Motivation? Wie hätte man euch besser motivieren können?

Ich habe zum Beispiel besser Musik gemacht, als ich angefangen habe, die Lieder auf dem Instrument zu spielen, die mir gefallen. Mich hat es auch motiviert, mit anderen Musik zu machen. Vor anderen Musik machen, macht auch Spaß, aber wenn man sich selbst nicht gut findet, wird nur eins vorgeführt – man selbst.

An diesem kleinen Beispiel sei verdeutlicht: Kinder mit Motivation zu erziehen, verlangt viel mehr Aufmerksamkeit, als mit Disziplin. Mit Disziplin befehle ich, jammere, drohe, bestrafe.

Mit Motivation zu erziehen, bedeutet, sein Kind kennen, ihm zuhören, es verstehen, kreative Lösungen zu entwickeln, Aufwand betreiben….

Die Belohnung für Eltern und Kind: ein glückliches Kind und für die Eltern das Gefühl, gute Eltern zu sein.

Weitere Gedanken

 

Wenn wir uns beobachten, merken wir, wie unglaublich stark wir in unserer Erziehung geprägt werden.

Wurdest du dazu erzogen, glücklich zu sein? Oder hat man dir beigebracht, nicht anzuecken, nach den Regeln zu spielen, in den Himmel zu kommen, erfolgreich zu sein?

Natürlich wollen die meisten Eltern, dass es uns später gut geht. Aber sehr oft denken sie, es geht nur auf eine bestimmte Art, z.B. in dem wir ein gutes Ansehen haben, ein gutes Einkommen, eine Familie.

Seien wir ehrlich, es ist sehr schwierig, jemand anderem zu helfen, glücklich zu werden.

Was sind die wichtigsten Dinge, die man einem Kind beibringen muss, damit es glücklich sein kann?

1.) Glück kann man nur selber empfinden. Nur auf seine eigene Art. Wir können anderen nützlich sein, damit die glücklich werden, indem wir uns ausnutzen lassen. Um glücklich zu sein, müssen wir akzeptieren, wie wir sind und dazu stehen, wie wir glücklich sein können.

Eltern müssen den ersten Schritt tun und ihre Kinder akzeptieren und darin bestärken, wie sie sind. Nur auf dieser Basis können Kinder glücklich werden.

2.) Damit ein Mensch lernt hedonistisch zu leben, muss er auch das Glück der anderen berücksichtigen. Bei Kindern, die so bedürftig sind, ist dies noch sehr schwierig. Die Überlegung, sich selber zufrieden zu stellen und dabei einen anderen Menschen im Blick zu haben, zu überlegen, ob mein Glück gerade zu Lasten anderer geht, ist eine komplexe Entscheidung.

Wichtig ist, dass wir dem Kind nicht das eigene Bedürfnis nach Glück vorwerfen, sondern es lediglich darauf aufmerksam machen, das es im Einzelfall einen anderen Menschen zu sehr belastet und sich deswegen eine neue Strategie überlegen sollte, seine Bedürfnisse zu befriedigen.