Eine Glückswährung?

Ich möchte mich nicht explizit und im Detail zu dem Thema Minimalismus auslassen.

Da gibt es zahlreiche sehr gute Beiträge (s. Linksammlung).

Zusammengefasst nur so viel: Bei Minimalismus geht es darum, nur die Dinge zu besitzen, die einen wirklich glücklich machen.

Der Effekt ist für alle dramatisch, die Minimalisten geworden sind.

Man entrümpelt seine Wohnung, hat mehr Platz, findet auf einmal die Dinge wieder, die man wirklich mag.

Man verbringt weniger Zeit damit, seine Wohnung zu putzen und aufzuräumen.

Man verkauft Dinge und erhält Geld.

Man kauft weniger Dinge und braucht weniger Geld.

Man hat mehr Platz und kann ggf. sogar günstiger leben.

Glück braucht weniger Geld, als viele meinen und die Schwelle, wo mehr Geld glücklicher macht liegt wohl bei ca. 65 T € / Jahr.

Da man auf einmal feststellt, dass man weniger Geld braucht, als man dachte, fühlt man sich sicherer.

Wer trotzdem mehr arbeitet, um Geld zu verdienen, tut dies hoffentlich aus Leidenschaft.

Wenn man sich dies einmal genau überlegt, tauschen wir oft Glück gegen Geld.

Im Idealfall zahlen wir Geld, um glücklicher zu werden, aber wie oft verzichten wir auf Glück, um mehr Geld zu haben?

Wie oft kaufen wir Statussymbole, um Menschen zu beeindrucken, die uns eigentlich gar nicht wichtig sind?

Wäre es nicht spannend, wenn wir dies in Zahlen ausdrücken könnten, um unsere Entscheidungen besser zu fällen?

Nehmen wir an, wir könnten jede Stunde unseren Glückslevel messen. Z.B. am Hormon Dopamin.

Dann wüssten wir, wie glücklich oder unglücklich uns die Tätigkeit macht, die wir gerade tun.

Wir könnten sagen: auf der Arbeit ist mein Dopamin Level um 8% gefallen, dafür habe ich aber 400 € verdient.

Wir würden nach der Arbeit eine Stunde mit unserem Kind im Garten Fußball spielen und würden feststellen, dass wir 12 % glücklicher geworden sind.

Wir hätten ein Gefühl dafür, wie wertvoll uns eine Wanderung oder Sex sind und für wie wenig Geld wir gerade unser Glück hergeben.

Auf politischem Level könnten wir als Regierung unsere Entscheidungen besser überdenken.

Wollen wir die Wirtschaft oder das Glück der Menschen ankurbeln?

Brauchen wir mehr Autobahnen oder mehr Kultur?

Leider oder zum Glück ist Glück nicht so messbar. Mir gefällt der Gedanke, dass Glückssuche ein Abenteuer ist, das einen zu immer neuen Orten führt.

Trotzdem fände ich ein grobe Kennzahl sehr nützlich, die zumindest deutlich sagt: jetzt wird es krank.