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Kategorie: Eure Tipps (Seite 1 von 2)

Change for happiness oder „warum sind so wenige Karate Meister auch gute Pianisten?“

Ich fasse einmal zusammen.

Wir fragen uns, nach dem Sinn des Lebens und wir stellen fest, diese Frage stellt sich gar nicht, wenn wir glücklich sind.

Glücklich zu sein löst die Frage.

Wenn wir glücklich sind, ohne andere damit zu belasten, ist das vorteilhaft für alle. Glück eines jeden ist also nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich sinnvoll.

Viele von uns sind aber unglücklich. Sie müssen ihre Situation also ändern. Selbst, wenn wir uns jetzt als relativ glücklich einschätzen, wird sich unsere Umgebung ändern, unser Job, unser Körper.

Wir müssen also immer eine gewisse Menge Energie in Anpassung stecken.

Am einfachsten ist es, wenn wir uns eine Liste der potentiellen Aktivitäten machen, mit denen wir unser Leben glücklicher gestalten können.

Damit wir aber wirklich etwas in unserem Leben bewirken, muss die Änderung nachhaltig sein.

Da wir auch nicht unendlich Energie und Zeit haben und ja auch ab und zu einfach unser Glück genießen wollen, sollten wir uns klug auf die Aktivitäten konzentrieren, die uns schnell, mit wenig Aufwand das meiste Glück bringen.

Die Reihenfolge unserer Liste „backlog“ und die genauen Ziele sind also entscheidend dafür, ob wir sichtbare Erfolge erzielen.

Wie priorisieren wir die Liste? Dies hängt natürlich sehr stark von dir persönlich ab. Trotzdem ein paar Anregungen:

Einmal-Investitionen

Die einfachste Art uns schnell zu verbessern, sind einmalige Aktionen, die direkt wirken.

Das wäre zum Beispiel das Bett, das man sich kauft, weil man schlecht schläft.

Die Kündigung unsinniger Abos, die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen.

Mit derartigen Aktionen hat man eine bessere Infrastruktur. Ein weiterer Vorteil, anders, als bei Gewohnheiten (s.u.), reicht es, sich zu überwinden.

Daher mein Tipp: alle Einmal-Investitionen sofort und richtig erledigen.

Deine Liste wird schnell kürzer.

Du hast sichtbare Erfolge.

Du hast mehr Energie für die Gewohnheiten.

Gewohnheiten

Gewohnheiten zu ändern bedarf mehr Aufwand. Wie wir gelernt haben, müssen Gewohnheiten eingeübt werden, wie ein Musikinstrument oder eine Sprache. Der Bettenkauf ist ggf. online schnell erledigt, aber sich eine Meditation vor dem Schlafengehen anzugewöhnen, dauert Zeit.

Eine grobe Faustformel: jede neue Gewohnheit benötigt mindestens die 4fache Menge an Energie, im Vergleich zu einer Einmal-Investition.

(Lerntheorie: ich muss alles was ich lernen will, dreimal wiederholen:
1.) Meditation verstehen 30 min (langsames Denken)

2.) Am nächsten Tag die Meditation machen, in der Praxis verstehen, Raum und Zeit im Alltag für die Meditation schaffen. Umstellungen vornehmen, z.B. Ruhe organisieren, Handy aus, WG bitten nicht zu stören,…

3.) Eine Woche später und

4.) einen Monat später noch einmal genau durchdenken, warum ich meditiere und wie ich es am besten mache. Jetzt ist das Thema Meditation tatsächlich abrufbar und nutzbares Wissen.

5.) nach 33 Tagen kann ich mich darauf verlassen, dass die tägliche Meditation problemlos funktioniert (im schnellen Denken angekommen ist).

6.) Rahmenbedingungen ändern sich (Umzug, neuer Job), ich muss meine Gewohnheit in den neuen Alltag wieder integrieren.

Wir sehen also, mit guten oder schlechten Angewohnheiten ist nicht zu spaßen. Wir müssen sie pflegen.

Das erklärt auch, warum so wenige Karate-Meister gute Pianisten sind – es ist einfach sehr aufwendig, in zwei Dingen gut zu sein.

Glück, Minimalismus & Finanzen

Eine Glückswährung?

Ich möchte mich nicht explizit und im Detail zu dem Thema Minimalismus auslassen.

Da gibt es zahlreiche sehr gute Beiträge (s. Linksammlung).

Zusammengefasst nur so viel: Bei Minimalismus geht es darum, nur die Dinge zu besitzen, die einen wirklich glücklich machen.

Der Effekt ist für alle dramatisch, die Minimalisten geworden sind.

Man entrümpelt seine Wohnung, hat mehr Platz, findet auf einmal die Dinge wieder, die man wirklich mag.

Man verbringt weniger Zeit damit, seine Wohnung zu putzen und aufzuräumen.

Man verkauft Dinge und erhält Geld.

Man kauft weniger Dinge und braucht weniger Geld.

Man hat mehr Platz und kann ggf. sogar günstiger leben.

Glück braucht weniger Geld, als viele meinen und die Schwelle, wo mehr Geld glücklicher macht liegt wohl bei ca. 65 T € / Jahr.

Da man auf einmal feststellt, dass man weniger Geld braucht, als man dachte, fühlt man sich sicherer.

Wer trotzdem mehr arbeitet, um Geld zu verdienen, tut dies hoffentlich aus Leidenschaft.

Wenn man sich dies einmal genau überlegt, tauschen wir oft Glück gegen Geld.

Im Idealfall zahlen wir Geld, um glücklicher zu werden, aber wie oft verzichten wir auf Glück, um mehr Geld zu haben?

Wie oft kaufen wir Statussymbole, um Menschen zu beeindrucken, die uns eigentlich gar nicht wichtig sind?

Wäre es nicht spannend, wenn wir dies in Zahlen ausdrücken könnten, um unsere Entscheidungen besser zu fällen?

Nehmen wir an, wir könnten jede Stunde unseren Glückslevel messen. Z.B. am Hormon Dopamin.

Dann wüssten wir, wie glücklich oder unglücklich uns die Tätigkeit macht, die wir gerade tun.

Wir könnten sagen: auf der Arbeit ist mein Dopamin Level um 8% gefallen, dafür habe ich aber 400 € verdient.

Wir würden nach der Arbeit eine Stunde mit unserem Kind im Garten Fußball spielen und würden feststellen, dass wir 12 % glücklicher geworden sind.

Wir hätten ein Gefühl dafür, wie wertvoll uns eine Wanderung oder Sex sind und für wie wenig Geld wir gerade unser Glück hergeben.

Auf politischem Level könnten wir als Regierung unsere Entscheidungen besser überdenken.

Wollen wir die Wirtschaft oder das Glück der Menschen ankurbeln?

Brauchen wir mehr Autobahnen oder mehr Kultur?

Leider oder zum Glück ist Glück nicht so messbar. Mir gefällt der Gedanke, dass Glückssuche ein Abenteuer ist, das einen zu immer neuen Orten führt.

Trotzdem fände ich ein grobe Kennzahl sehr nützlich, die zumindest deutlich sagt: jetzt wird es krank.

Körperliche Voraussetzungen des Glücks

Die meisten Menschen beschäftigen sich mit dem Thema „glücklich sein“, wenn sie gerade unglücklich sind.

Leider fehlt uns meistens die Energie, Dinge zu ändern, wenn wir unglücklich sind.

Daher macht es Sinn, sich möglichst viel Energie und auch etwas Zeit zu gönnen, bevor man Veränderungen angeht.

Der Vorteil beim Glück: es gibt einige rein körperliche Bedingungen, die uns glücklicher machen. Davon können wir profitieren.

(Da mein Blog ja nicht das Glück neu erfindet, sondern nur eine Sammelstelle sein soll, wo Du möglichst komprimiert viele Informationen zum Thema findest, kannst du auch direkt zu diesem link https://www.br.de/wissen/glueck-gluecksforschung-gluecklich-weltglueckstag-tag-des-gluecks-106.html ).

Ich versuche einmal die rein körperlichen Infos herauszufiltern:

James Olds, Psychologe an der University of Michigan, hat Ende der 1950er-Jahre das Lustzentrum im Gehirn entdeckt. Bei Versuchen mit Laborratten war ihm aufgefallen, dass sie die elektrische Stimulation eines bestimmten Gehirnareals mochten. Als sie diese Region per Knopfdruck selbst stimulieren konnten, drückten sie den Knopf so lange, bis sie vor Durst, Hunger und Erschöpfung fast am Glücksrausch gestorben wären.

Wenn etwas geschieht, das besser ist als erwartet, werden die Neuronen im Mittelhirn aktiv: Sie stoßen den Glücksstoff Dopamin aus und leiten ihn ins untere Vorderhirn sowie ins Frontalhirn weiter. Im Vorderhirn treibt das Dopamin die dortigen Neuronen dazu an, opiumähnliche Stoffe zu produzieren – die machen uns euphorisch. Im Frontalhirn führt das Dopamin dazu, dass unser Gehirn besser funktioniert und auch gleich zum Empfinden von Glück geschärft wird: Es steigert unsere Aufmerksamkeit, wir merken uns dieses glücklichmachende Ereignis. So lernen wir, was uns gut tut. Eigentlich ist das Glücksgefühl also nur ein Nebenprodukt unseres Lernvermögens. Das Glücksempfinden flaut auch wieder ab – mit einer Überdosis Euphorie würde uns das gleiche Schicksal wie den Ratten im Glück-per-Knopfdruck-Versuch ereilen.

SLC6A4, das Glücks-Gen

Das Gen SLC6A4 leitet das Hormon Serotonin in die Zellen weiter. Das macht uns entspannt und gut gelaunt. Wer die Langform des Gens besitzt, bekommt mehr Serotonin ab – und sieht eher das Positive.

Internationalen Studien zufolge wird die Veranlagung zum Glücklichsein zu etwa 50 Prozent von unseren Genen bestimmt. Die Lebensumstände machen rund 10 Prozent aus. Die restlichen 40 Prozent haben wir selbst in der Hand. Was können wir also zu unserem eigenen Glück beitragen?

Dem Glück auf die Sprünge helfen

Die Botenstoffe, die die positiven Gefühle hervorrufen, werden auch bei einer Meditation oder beim Sport ausgeschüttet. Beim Meditieren geht der ganze Organismus in einen ausgeglicheneren Zustand über, den das Gehirn als angstfrei und entspannt deutet. Ähnlich ist es bei körperlicher Aktivität: Sie hebt die Laune, weil das Gehirn dann vermehrt Serotonin und Endorphin ausschüttet.

Es gibt tatsächlich“Happy Food“, das glücklich machen kann: Lebensmittel, die Tryptophan enthalten, können die Serotoninbildung ankurbeln – wenn sie mit Kohlenhydraten kombiniert werden. Gut für die gute Laune sind zum Beispiel Käse, Eier, Fleisch, Hülsenfrüchte, Fisch, Nüsse und Getreide. Allerdings müssen wir sehr viel davon essen, um einen deutlich stimmungsaufhellenden Effekt zu verspüren. Dass Essen glücklich macht, kann auch daran liegen, dass es einfach gut schmeckt und sich im Mund gut anfühlt oder weil es uns an besondere Situationen erinnert und wir es zusammen mit lieben Menschen genießen.

Hedonismus und Gott

Vorab: nein, wir Hedonisten glauben nicht an Gott. Uns reicht das Glück auf Erden.

Aber, um den religiösen Menschen eine Brücke zu bauen, allein schon, damit sie die Hedonisten nicht als Bedrohung ansehen:

Wenn ich ein Gott wäre, wären ich so viel klüger und weiser, als die Menschen, sie würden meine Gedanken gar nicht direkt verstehen.

Die Menschen wären für mich, wie die Tiere für die Menschen sind. Meine Gedanken und Worte wären viel zu komplex für die Menschen.

Als guter Gott wäre ich ein großer Tierfreund, ziemlich sicher auch Vegetarier, d.h. die Menschen hätten nichts von mir zu befürchten.

Allerdings würde ich auch nicht von den Menschen erwarten, dass sie meine Worte verstehen.

Ich würde mit ihnen anders kommunizieren, über ihre Gefühle.

Ich wüsste, dass sie alles tun, um glücklich zu sein. Darum füttere ich sie, belohne sie, streichle sie. Meine Worte, wie „fein gemacht“ würden für sie keinen Sinn ergeben, aber sie gewöhnen sich daran, dass dieser Klang eine Belohnung auslöst.

Falls du religiös bist, spricht dein Gott vielleicht genau auf diese Art zu dir.

Vielleicht solltest du deswegen auch weniger auf menschliche Institutionen, wie die Kirche oder von Menschen verfasste Texte, wie die Bibel achten, sondern mehr darauf, welche Gefühle dein Gott in dir auslöst, um dir zu sagen, dass du auf dem richtigen oder falschen Weg bist.

Ich glaube, dein Gott will dir mit dem Glücksgefühl sagen, dass du alles richtig machst.

Wie wird man Hedonist?

Es gibt keinen Club, keine Kirche, kein Examen. Du bist Hedonist, wenn du glaubst, dass es vollkommen ausreicht, in deinem Leben soviel Glück wie möglich zu erleben. Ein intensives Leben ist dein Ziel und so lebst du auch. Das macht dich zum Hedonisten.

Hedonisten können sogar theoretisch Anhänger einer Religion sein, solange sie das Glück aller auf Erden respektieren und selber glücklich sein wollen.

Es braucht also keinen Gruppensex, Drogenkonsum oder den ganzen Tag rumgammeln, um Hedonist zu sein.

Im Detail wird es dann natürlich schon spannender. Wie schafft man es, glücklich zu leben?

Wir leben in einer Welt, die sich anscheinend zwischen fanatischen Religionen und eiskalten Machtpolitikern aufteilt. Dazwischen werden die Menschen zum Glück immer mündiger und erkennen, dass auch ihnen ein Stück vom Kuchen zusteht. Trotzdem ist es ein Kampf, das Glück des Individuums an seinen rechten Platz zu rücken.

Es gibt also eine politische Ebene, auf der dem Glück der Menschen mehr Raum in der Gesellschaft eingeräumt werden muss. In Deutschland sind wir da sicher schon einigermaßen weit. Aber denke nur an den Rest der Welt, wo das Leben des Einzelnen oft gar nicht zählt.

Auf der persönlichen Ebene ist aber überall noch viel zu tun. Angefangen bei der Erziehung über einen Alltag, der sich darauf ausrichtet, jeden Tag glücklich zu leben.

Hedonismus und Treue?

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Im Hedonismus ist Treue kein Selbstzweck. Wie immer gilt: tue, was dich glücklich macht.

Ein Hedonist ist treu, weil ihm die exklusive Beziehung zu einem Menschen die meisten Freude bringt. Treue kann mehr Vergnügen bringen. Sich auf einen Menschen zu konzentrieren. Einen Weg durchzuziehen. Tiefe in Sex und Emotion zu erleben, anstatt immer wieder neu anzufangen, kann sehr viel Glück bringen. Durch Verzicht auf den intimen Kontakt zu anderen Menschen, die Freude am Zusammenleben mit dem einen zu steigern ist natürlich denkbar.

Der Hedonismus erlaubt natürlich, mit verschiedenen Strategien zum Glück zu kommen. Es geht nicht nur darum, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, einen kurzen oberflächlichen Genuss zu erleben, wenn man sich dadurch ein intensiveres Vergnügen verdirbt. Sonst würden Hedonisten ja nie eine lange, nervige Flugreise auf sich nehmen, um an einem paradiesischen Ort Urlaub zu machen.

Aber, wenn der kurze Genuss möglich ist und dem Hedonisten das Leben verschönert, warum nicht? Wer isst immer nur bei Mutti? Selbst eine Currywurst auf der Kirmes kann einem Vergnügen bereiten.

Was ist, wenn der Partner dies nicht akzeptieren kann?

Ein hedonistisches Paar prüft sich gegenseitig nur darauf, ob das Erlebnis mit dem Dritten, eine Einschränkung mit sich gebracht hat. Vielleicht kommt es nicht mehr zum Sex in der Beziehung, weil der eine schon befriedigt ist. Eine Verabredung zu einem schönen, intimen Abend ist nun zerstört. Das sind Gründe, sich zu streiten. Vielleicht hat das hedonistische Paar aber auch versucht, eine neue, tiefere Intimität zu erreichen und der Seitensprung des einen hat dies vereitelt.

Aber wenn all dies nicht der Grund ist und der Partner eifersüchtig ist und leidet, müssen wir uns kritisch hinterfragen.

Als Hedonist sollte man sich dann fragen, ob beide überhaupt nach denselben Spielregeln spielen. „Ist mein Partner überhaupt ein Hedonist?“ Ist es für den Partner wichtig, dass ich genieße und glücklich bin? Oder will mein Partner nur die Bestätigung, durch meinen Verzicht, das er wichtig ist? Warum kann mein Partner mit der Wahrheit nicht umgehen (denn in Wahrheit möchte ich ja auch mit anderen Vergnügen haben)?

Treu zu Leiden, damit der andere nicht leidet, ist keine hedonistische Forderung. Wenn einer von beiden kein Glück mehr empfindet, muss er den anderen damit konfrontieren und diese Ebene der Beziehung beenden.

 

Hier ein paar anregende links:

http://www.bento.de/gefuehle/sex-warum-anne-und-max-andere-paare-zum-gruppensex-treffen-2245965/?#ref=recom-outbrain

https://www.joyclub.de/

Hedonistisch erziehen

Motivation

Wer seine Kinder hedonistisch erziehen will, legt starken Wert auf Motivation im Gegensatz zu Disziplin.

Das Glück des Kindes hängt davon ab, dass es lernt, die Dinge zu tun, die es selbst glücklich machen. Disziplin hingegen sorgt dafür, dass man Regeln befolgt – meist, um die Gesellschaft glücklich zu machen.

Selbst in der Psychologie wird die Selbstdisziplin als Voraussetzung angesehen, um seine Probleme zu lösen (und um dann glücklich zu sein).

Natürlich muss ein Kind auch Regeln befolgen und man muss im Zweifel diese Regeln auch gegen den Willen des Kindes durchsetzen (Medizin nehmen, nicht bei rot über die Ampel gehen, etc..). Diese Sonderfälle sollten aber nicht die komplette Erziehung prägen.

Auch um Dinge zu erreichen, braucht es Selbstdisziplin. Aber mal ganz ehrlich: als ihr damals nicht genug Klavier geübt habt, was war der eigentliche Grund? Mangelnde Selbstdisziplin oder mangelnde Motivation? Wie hätte man euch besser motivieren können?

Ich habe zum Beispiel besser Musik gemacht, als ich angefangen habe, die Lieder auf dem Instrument zu spielen, die mir gefallen. Mich hat es auch motiviert, mit anderen Musik zu machen. Vor anderen Musik machen, macht auch Spaß, aber wenn man sich selbst nicht gut findet, wird nur eins vorgeführt – man selbst.

An diesem kleinen Beispiel sei verdeutlicht: Kinder mit Motivation zu erziehen, verlangt viel mehr Aufmerksamkeit, als mit Disziplin. Mit Disziplin befehle ich, jammere, drohe, bestrafe.

Mit Motivation zu erziehen, bedeutet, sein Kind kennen, ihm zuhören, es verstehen, kreative Lösungen zu entwickeln, Aufwand betreiben….

Die Belohnung für Eltern und Kind: ein glückliches Kind und für die Eltern das Gefühl, gute Eltern zu sein.

Weitere Gedanken

 

Wenn wir uns beobachten, merken wir, wie unglaublich stark wir in unserer Erziehung geprägt werden.

Wurdest du dazu erzogen, glücklich zu sein? Oder hat man dir beigebracht, nicht anzuecken, nach den Regeln zu spielen, in den Himmel zu kommen, erfolgreich zu sein?

Natürlich wollen die meisten Eltern, dass es uns später gut geht. Aber sehr oft denken sie, es geht nur auf eine bestimmte Art, z.B. in dem wir ein gutes Ansehen haben, ein gutes Einkommen, eine Familie.

Seien wir ehrlich, es ist sehr schwierig, jemand anderem zu helfen, glücklich zu werden.

Was sind die wichtigsten Dinge, die man einem Kind beibringen muss, damit es glücklich sein kann?

1.) Glück kann man nur selber empfinden. Nur auf seine eigene Art. Wir können anderen nützlich sein, damit die glücklich werden, indem wir uns ausnutzen lassen. Um glücklich zu sein, müssen wir akzeptieren, wie wir sind und dazu stehen, wie wir glücklich sein können.

Eltern müssen den ersten Schritt tun und ihre Kinder akzeptieren und darin bestärken, wie sie sind. Nur auf dieser Basis können Kinder glücklich werden.

2.) Damit ein Mensch lernt hedonistisch zu leben, muss er auch das Glück der anderen berücksichtigen. Bei Kindern, die so bedürftig sind, ist dies noch sehr schwierig. Die Überlegung, sich selber zufrieden zu stellen und dabei einen anderen Menschen im Blick zu haben, zu überlegen, ob mein Glück gerade zu Lasten anderer geht, ist eine komplexe Entscheidung.

Wichtig ist, dass wir dem Kind nicht das eigene Bedürfnis nach Glück vorwerfen, sondern es lediglich darauf aufmerksam machen, das es im Einzelfall einen anderen Menschen zu sehr belastet und sich deswegen eine neue Strategie überlegen sollte, seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Hedonismus und – endlich – SEX!

Ja, diejenigen, die sich als Hedonisten bezeichnen, tun dies oft im Zusammenhang mit Sex und warum auch nicht.

Guter Sex macht glücklich. Die ganze Biologie des Geschlechtsverkehrs ist darauf angelegt, uns zufrieden zu machen. Wenn aus Sex eine Familie entsteht, kann dies sehr Sinn stiftend sein.

Sex ist sicher eine sehr gute Art, seine Wünsche und seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Beim Sex muss man sich selber kennen lernen und zu dem stehen, was man braucht.

Hedonisten sind somit sicher Befürworter von gutem Sex.

Guter Sex sollte sich auch darauf richten, dass der Sexpartner ebenfalls Gefallen daran hat. Auch hier zeigt sich wieder das Prinzip des rücksichtsvollen Egoismus, welches im Hedonismus immer wieder vorkommt.

Im Rahmen dieser Spielregeln ist alles erlaubt und jeder wird durch den Hedonismus aufgefordert seine Vorlieben zu erforschen.

Vielleicht ist auch diese Freiheit im Genuss der Grund, warum wir bei einer Googlesuche nach „Hedonismus“ so viele Treffer aus dem Erotikbereich finden.

TheHedonist

Die ganzen direkten und indirekten Verbote, Unterdrückungen, was Sexualpraktiken angeht, müssen zu einer Auflehnung bei denen führen, die Sex als befriedigend empfinden und die sich diese Befriedigung nicht verbieten lassen wollen.

Der Hedonismus ist beim Sex sicher am einfachsten zu verstehen und bietet hier einen ganz großen Vorteil im Vergleich zu den meisten anderen Religionen, die Sex unterdrücken.

Hedonismus und Tod

Die gute Nachricht: es gibt keine Hölle. Keine Strafe. Keine sonstige göttliche Perversion, um dich gefügig zu machen. Aber auch kein Nirvana, auch wenn der Buddhismus (im westlichen Sinne) dem Hedonismus wahrscheinlich am nächsten kommt.

Die schlechte Nachricht: keine 99 Jungfrauen, kein ewiges Hallelujah.

Das einzige, was die Hedonisten dir anbieten, ist das Glück auf Erden. Dein persönliches Glück. Das, was du fühlst.

Ich gebe zu, je nachdem, wie gut man in der Vergangenheit seiner Religion gefolgt ist, hört sich das nach einem schlechten Deal an.

Vielleicht gehst du schon seit Jahren in die Kirche, meditierst, bist nach Mekka gepilgert, immer in der Erwartung, ein Gott wird es dir schon vergelten. Als Hedonist musst du dich davon verabschieden. Außer dem persönlichen Glück, was du hoffentlich trotzdem bei deinen religiösen Erfahrungen erlebt hast, gibt es nichts.

Die Religionen verlangen von uns oft Dinge, die wir sonst nie auch nur annähernd in Betracht ziehen würden. Warum dieses irrationale Verhalten?

Aber, was wäre, wenn diese fantastischen Religionen alle unrecht haben? Wenn du dein ganzes Leben aus unlogischen Gründen Dinge tust, nur um nach deinem Tod eine Belohnung zu erhalten? Hört sich für mich riskant an. Aktien kaufe ich nicht auf so unsicherer Basis.

Auch bei der Liebe oder anderen Dinge, die mir wichtig sind, versuche ich etwas mehr zu verstehen. Einfach nur glauben? Nein, das ist mir zu heikel.

Wenn ich sterbe und nach meinem Tod ein Typ namens Petrus vor mir steht, werde ich blöd aus der Wäsche gucken und sagen: „Irren ist menschlich.“

Also wenn er dann keine Gnade zeigt, bin ich eh verloren.

Weiß ich, dass es so kommen wird? Nein, denn um etwas zu wissen, muss man alle Fakten kennen. Alle Fakten zu kennen ist mir zu „göttlich“.

Ein echter Hedonist wird dir auch nie eine Wahrheit verkaufen. Ein Hedonist versteht sehr gut, dass wir Menschen viel zu eingeschränkt in unserem Wissen und Denken sind, um Wahrheiten zu besitzen. Daher empfehlen wir Hedonisten dir auch nie die Aussagen anderer als Wahrheiten zu sehen.

Wenn du schon religiös sein willst, dann warte, bis dein Gott zu dir spricht und höre nicht auf deinen Priester.

Hedonismus und Egoismus

Sind Hedonisten alles Egoisten? Jein!

Ja, denn sie streben ihr eigenes Glück an. Als echte Hedonisten akzeptieren sie, das dies nicht zu Lasten anderer gehen darf.

Nein, denn das Glück der anderen ist wichtig.

Wie macht das ein Hedonist, der sein Glück als Wichtigstes sieht?

Kennst du auch das Gefühl, glücklich zu sein, weil du jemand anderen glücklich gemacht hast? Die Wissenschaft sagt, das wir Menschen soziale Wesen sind und daher ist es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Menschen eher glücklich sind, wenn sie anderen helfen.

Für uns Hedonisten stellt sich damit keine weitere moralische Frage. Wir machen andere glücklich und dienen damit uns selbst.

Du musst für uns nicht altruistisch sein. Im Gegenteil, wir verlangen von dir kein Opfer. Kein Unglück, damit du über dein Leiden zeigen kannst, wie moralisch vollkommen du bist. Dein Leid würde unser Weltbild stören. Sei glücklich und wenn du hilfst, das andere auch glücklich sind, hast du allen genutzt.

Es gibt eh keinen Himmel oder keine Hölle, in der die Abrechnung passiert. Wenn du anderen helfen kannst, ist es gut. Hauptsache, danach sind alle glücklich.

Unterlässt du es zu helfen und kannst damit gut leben, passiert dir – nach hedonistischer Sicht auch keine Strafe (ggf. würden dich die Gerichte zur Rechenschaft ziehen, weil du einen Vertrag unterschrieben hast, als Arzt, Kindergärtner oder Feuerwehrmann, wo du dich zur Hilfe verpflichtet hast).

Aber solltest du nicht helfen und dich nachher vor Alpträumen wälzen und dich schlecht fühlen, dann hast du vielleicht gelernt, dass es dich glücklicher macht zu helfen.

Denk dran, alles passiert auf dieser Erde!

 

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