Ich fasse einmal zusammen.

Wir fragen uns, nach dem Sinn des Lebens und wir stellen fest, diese Frage stellt sich gar nicht, wenn wir glücklich sind.

Glücklich zu sein löst die Frage.

Wenn wir glücklich sind, ohne andere damit zu belasten, ist das vorteilhaft für alle. Glück eines jeden ist also nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich sinnvoll.

Viele von uns sind aber unglücklich. Sie müssen ihre Situation also ändern. Selbst, wenn wir uns jetzt als relativ glücklich einschätzen, wird sich unsere Umgebung ändern, unser Job, unser Körper.

Wir müssen also immer eine gewisse Menge Energie in Anpassung stecken.

Am einfachsten ist es, wenn wir uns eine Liste der potentiellen Aktivitäten machen, mit denen wir unser Leben glücklicher gestalten können.

Damit wir aber wirklich etwas in unserem Leben bewirken, muss die Änderung nachhaltig sein.

Da wir auch nicht unendlich Energie und Zeit haben und ja auch ab und zu einfach unser Glück genießen wollen, sollten wir uns klug auf die Aktivitäten konzentrieren, die uns schnell, mit wenig Aufwand das meiste Glück bringen.

Die Reihenfolge unserer Liste „backlog“ und die genauen Ziele sind also entscheidend dafür, ob wir sichtbare Erfolge erzielen.

Wie priorisieren wir die Liste? Dies hängt natürlich sehr stark von dir persönlich ab. Trotzdem ein paar Anregungen:

Einmal-Investitionen

Die einfachste Art uns schnell zu verbessern, sind einmalige Aktionen, die direkt wirken.

Das wäre zum Beispiel das Bett, das man sich kauft, weil man schlecht schläft.

Die Kündigung unsinniger Abos, die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen.

Mit derartigen Aktionen hat man eine bessere Infrastruktur. Ein weiterer Vorteil, anders, als bei Gewohnheiten (s.u.), reicht es, sich zu überwinden.

Daher mein Tipp: alle Einmal-Investitionen sofort und richtig erledigen.

Deine Liste wird schnell kürzer.

Du hast sichtbare Erfolge.

Du hast mehr Energie für die Gewohnheiten.

Gewohnheiten

Gewohnheiten zu ändern bedarf mehr Aufwand. Wie wir gelernt haben, müssen Gewohnheiten eingeübt werden, wie ein Musikinstrument oder eine Sprache. Der Bettenkauf ist ggf. online schnell erledigt, aber sich eine Meditation vor dem Schlafengehen anzugewöhnen, dauert Zeit.

Eine grobe Faustformel: jede neue Gewohnheit benötigt mindestens die 4fache Menge an Energie, im Vergleich zu einer Einmal-Investition.

(Lerntheorie: ich muss alles was ich lernen will, dreimal wiederholen:
1.) Meditation verstehen 30 min (langsames Denken)

2.) Am nächsten Tag die Meditation machen, in der Praxis verstehen, Raum und Zeit im Alltag für die Meditation schaffen. Umstellungen vornehmen, z.B. Ruhe organisieren, Handy aus, WG bitten nicht zu stören,…

3.) Eine Woche später und

4.) einen Monat später noch einmal genau durchdenken, warum ich meditiere und wie ich es am besten mache. Jetzt ist das Thema Meditation tatsächlich abrufbar und nutzbares Wissen.

5.) nach 33 Tagen kann ich mich darauf verlassen, dass die tägliche Meditation problemlos funktioniert (im schnellen Denken angekommen ist).

6.) Rahmenbedingungen ändern sich (Umzug, neuer Job), ich muss meine Gewohnheit in den neuen Alltag wieder integrieren.

Wir sehen also, mit guten oder schlechten Angewohnheiten ist nicht zu spaßen. Wir müssen sie pflegen.

Das erklärt auch, warum so wenige Karate-Meister gute Pianisten sind – es ist einfach sehr aufwendig, in zwei Dingen gut zu sein.