Das Blog, das Glück bringt.

Monat: April 2021

Glück, Minimalismus & Finanzen

Eine Glückswährung?

Ich möchte mich nicht explizit und im Detail zu dem Thema Minimalismus auslassen.

Da gibt es zahlreiche sehr gute Beiträge (s. Linksammlung).

Zusammengefasst nur so viel: Bei Minimalismus geht es darum, nur die Dinge zu besitzen, die einen wirklich glücklich machen.

Der Effekt ist für alle dramatisch, die Minimalisten geworden sind.

Man entrümpelt seine Wohnung, hat mehr Platz, findet auf einmal die Dinge wieder, die man wirklich mag.

Man verbringt weniger Zeit damit, seine Wohnung zu putzen und aufzuräumen.

Man verkauft Dinge und erhält Geld.

Man kauft weniger Dinge und braucht weniger Geld.

Man hat mehr Platz und kann ggf. sogar günstiger leben.

Glück braucht weniger Geld, als viele meinen und die Schwelle, wo mehr Geld glücklicher macht liegt wohl bei ca. 65 T € / Jahr.

Da man auf einmal feststellt, dass man weniger Geld braucht, als man dachte, fühlt man sich sicherer.

Wer trotzdem mehr arbeitet, um Geld zu verdienen, tut dies hoffentlich aus Leidenschaft.

Wenn man sich dies einmal genau überlegt, tauschen wir oft Glück gegen Geld.

Im Idealfall zahlen wir Geld, um glücklicher zu werden, aber wie oft verzichten wir auf Glück, um mehr Geld zu haben?

Wie oft kaufen wir Statussymbole, um Menschen zu beeindrucken, die uns eigentlich gar nicht wichtig sind?

Wäre es nicht spannend, wenn wir dies in Zahlen ausdrücken könnten, um unsere Entscheidungen besser zu fällen?

Nehmen wir an, wir könnten jede Stunde unseren Glückslevel messen. Z.B. am Hormon Dopamin.

Dann wüssten wir, wie glücklich oder unglücklich uns die Tätigkeit macht, die wir gerade tun.

Wir könnten sagen: auf der Arbeit ist mein Dopamin Level um 8% gefallen, dafür habe ich aber 400 € verdient.

Wir würden nach der Arbeit eine Stunde mit unserem Kind im Garten Fußball spielen und würden feststellen, dass wir 12 % glücklicher geworden sind.

Wir hätten ein Gefühl dafür, wie wertvoll uns eine Wanderung oder Sex sind und für wie wenig Geld wir gerade unser Glück hergeben.

Auf politischem Level könnten wir als Regierung unsere Entscheidungen besser überdenken.

Wollen wir die Wirtschaft oder das Glück der Menschen ankurbeln?

Brauchen wir mehr Autobahnen oder mehr Kultur?

Leider oder zum Glück ist Glück nicht so messbar. Mir gefällt der Gedanke, dass Glückssuche ein Abenteuer ist, das einen zu immer neuen Orten führt.

Trotzdem fände ich ein grobe Kennzahl sehr nützlich, die zumindest deutlich sagt: jetzt wird es krank.

Körperliche Voraussetzungen des Glücks

Die meisten Menschen beschäftigen sich mit dem Thema „glücklich sein“, wenn sie gerade unglücklich sind.

Leider fehlt uns meistens die Energie, Dinge zu ändern, wenn wir unglücklich sind.

Daher macht es Sinn, sich möglichst viel Energie und auch etwas Zeit zu gönnen, bevor man Veränderungen angeht.

Der Vorteil beim Glück: es gibt einige rein körperliche Bedingungen, die uns glücklicher machen. Davon können wir profitieren.

(Da mein Blog ja nicht das Glück neu erfindet, sondern nur eine Sammelstelle sein soll, wo Du möglichst komprimiert viele Informationen zum Thema findest, kannst du auch direkt zu diesem link https://www.br.de/wissen/glueck-gluecksforschung-gluecklich-weltglueckstag-tag-des-gluecks-106.html ).

Ich versuche einmal die rein körperlichen Infos herauszufiltern:

James Olds, Psychologe an der University of Michigan, hat Ende der 1950er-Jahre das Lustzentrum im Gehirn entdeckt. Bei Versuchen mit Laborratten war ihm aufgefallen, dass sie die elektrische Stimulation eines bestimmten Gehirnareals mochten. Als sie diese Region per Knopfdruck selbst stimulieren konnten, drückten sie den Knopf so lange, bis sie vor Durst, Hunger und Erschöpfung fast am Glücksrausch gestorben wären.

Wenn etwas geschieht, das besser ist als erwartet, werden die Neuronen im Mittelhirn aktiv: Sie stoßen den Glücksstoff Dopamin aus und leiten ihn ins untere Vorderhirn sowie ins Frontalhirn weiter. Im Vorderhirn treibt das Dopamin die dortigen Neuronen dazu an, opiumähnliche Stoffe zu produzieren – die machen uns euphorisch. Im Frontalhirn führt das Dopamin dazu, dass unser Gehirn besser funktioniert und auch gleich zum Empfinden von Glück geschärft wird: Es steigert unsere Aufmerksamkeit, wir merken uns dieses glücklichmachende Ereignis. So lernen wir, was uns gut tut. Eigentlich ist das Glücksgefühl also nur ein Nebenprodukt unseres Lernvermögens. Das Glücksempfinden flaut auch wieder ab – mit einer Überdosis Euphorie würde uns das gleiche Schicksal wie den Ratten im Glück-per-Knopfdruck-Versuch ereilen.

SLC6A4, das Glücks-Gen

Das Gen SLC6A4 leitet das Hormon Serotonin in die Zellen weiter. Das macht uns entspannt und gut gelaunt. Wer die Langform des Gens besitzt, bekommt mehr Serotonin ab – und sieht eher das Positive.

Internationalen Studien zufolge wird die Veranlagung zum Glücklichsein zu etwa 50 Prozent von unseren Genen bestimmt. Die Lebensumstände machen rund 10 Prozent aus. Die restlichen 40 Prozent haben wir selbst in der Hand. Was können wir also zu unserem eigenen Glück beitragen?

Dem Glück auf die Sprünge helfen

Die Botenstoffe, die die positiven Gefühle hervorrufen, werden auch bei einer Meditation oder beim Sport ausgeschüttet. Beim Meditieren geht der ganze Organismus in einen ausgeglicheneren Zustand über, den das Gehirn als angstfrei und entspannt deutet. Ähnlich ist es bei körperlicher Aktivität: Sie hebt die Laune, weil das Gehirn dann vermehrt Serotonin und Endorphin ausschüttet.

Es gibt tatsächlich“Happy Food“, das glücklich machen kann: Lebensmittel, die Tryptophan enthalten, können die Serotoninbildung ankurbeln – wenn sie mit Kohlenhydraten kombiniert werden. Gut für die gute Laune sind zum Beispiel Käse, Eier, Fleisch, Hülsenfrüchte, Fisch, Nüsse und Getreide. Allerdings müssen wir sehr viel davon essen, um einen deutlich stimmungsaufhellenden Effekt zu verspüren. Dass Essen glücklich macht, kann auch daran liegen, dass es einfach gut schmeckt und sich im Mund gut anfühlt oder weil es uns an besondere Situationen erinnert und wir es zusammen mit lieben Menschen genießen.

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