Vorab: nein, wir Hedonisten glauben nicht an Gott. Uns reicht das Glück auf Erden.

Aber, um den religiösen Menschen eine Brücke zu bauen, allein schon, damit sie die Hedonisten nicht als Bedrohung ansehen:

Wenn ich ein Gott wäre, wären ich so viel klüger und weiser, als die Menschen, sie würden meine Gedanken gar nicht direkt verstehen.

Die Menschen wären für mich, wie die Tiere für die Menschen sind. Meine Gedanken und Worte wären viel zu komplex für die Menschen.

Als guter Gott wäre ich ein großer Tierfreund, ziemlich sicher auch Vegetarier, d.h. die Menschen hätten nichts von mir zu befürchten.

Allerdings würde ich auch nicht von den Menschen erwarten, dass sie meine Worte verstehen.

Ich würde mit ihnen anders kommunizieren, über ihre Gefühle.

Ich wüsste, dass sie alles tun, um glücklich zu sein. Darum füttere ich sie, belohne sie, streichle sie. Meine Worte, wie „fein gemacht“ würden für sie keinen Sinn ergeben, aber sie gewöhnen sich daran, dass dieser Klang eine Belohnung auslöst.

Falls du religiös bist, spricht dein Gott vielleicht genau auf diese Art zu dir.

Vielleicht solltest du deswegen auch weniger auf menschliche Institutionen, wie die Kirche oder von Menschen verfasste Texte, wie die Bibel achten, sondern mehr darauf, welche Gefühle dein Gott in dir auslöst, um dir zu sagen, dass du auf dem richtigen oder falschen Weg bist.

Ich glaube, dein Gott will dir mit dem Glücksgefühl sagen, dass du alles richtig machst.