Hedonismus

Das Blog, das Glück bringt.

Hedonismus und Gott

Vorab: nein, wir Hedonisten glauben nicht an Gott. Uns reicht das Glück auf Erden.

Aber, um den religiösen Menschen eine Brücke zu bauen, allein schon, damit sie die Hedonisten nicht als Bedrohung ansehen:

Wenn ich ein Gott wäre, wären ich so viel klüger und weiser, als die Menschen, sie würden meine Gedanken gar nicht direkt verstehen.

Die Menschen wären für mich, wie die Tiere für die Menschen sind. Meine Gedanken und Worte wären viel zu komplex für die Menschen.

Als guter Gott wäre ich ein großer Tierfreund, ziemlich sicher auch Vegetarier, d.h. die Menschen hätten nichts von mir zu befürchten.

Allerdings würde ich auch nicht von den Menschen erwarten, dass sie meine Worte verstehen.

Ich würde mit ihnen anders kommunizieren, über ihre Gefühle.

Ich wüsste, dass sie alles tun, um glücklich zu sein. Darum füttere ich sie, belohne sie, streichle sie. Meine Worte, wie „fein gemacht“ würden für sie keinen Sinn ergeben, aber sie gewöhnen sich daran, dass dieser Klang eine Belohnung auslöst.

Falls du religiös bist, spricht dein Gott vielleicht genau auf diese Art zu dir.

Vielleicht solltest du deswegen auch weniger auf menschliche Institutionen, wie die Kirche oder von Menschen verfasste Texte, wie die Bibel achten, sondern mehr darauf, welche Gefühle dein Gott in dir auslöst, um dir zu sagen, dass du auf dem richtigen oder falschen Weg bist.

Ich glaube, dein Gott will dir mit dem Glücksgefühl sagen, dass du alles richtig machst.

Wie wird man Hedonist?

Es gibt keinen Club, keine Kirche, kein Examen. Du bist Hedonist, wenn du glaubst, dass es vollkommen ausreicht, in deinem Leben soviel Glück wie möglich zu erleben. Ein intensives Leben ist dein Ziel und so lebst du auch. Das macht dich zum Hedonisten.

Hedonisten können sogar theoretisch Anhänger einer Religion sein, solange sie das Glück aller auf Erden respektieren und selber glücklich sein wollen.

Es braucht also keinen Gruppensex, Drogenkonsum oder den ganzen Tag rumgammeln, um Hedonist zu sein.

Im Detail wird es dann natürlich schon spannender. Wie schafft man es, glücklich zu leben?

Wir leben in einer Welt, die sich anscheinend zwischen fanatischen Religionen und eiskalten Machtpolitikern aufteilt. Dazwischen werden die Menschen zum Glück immer mündiger und erkennen, dass auch ihnen ein Stück vom Kuchen zusteht. Trotzdem ist es ein Kampf, das Glück des Individuums an seinen rechten Platz zu rücken.

Es gibt also eine politische Ebene, auf der dem Glück der Menschen mehr Raum in der Gesellschaft eingeräumt werden muss. In Deutschland sind wir da sicher schon einigermaßen weit. Aber denke nur an den Rest der Welt, wo das Leben des Einzelnen oft gar nicht zählt.

Auf der persönlichen Ebene ist aber überall noch viel zu tun. Angefangen bei der Erziehung über einen Alltag, der sich darauf ausrichtet, jeden Tag glücklich zu leben.

Hedonismus und Treue?

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Im Hedonismus ist Treue kein Selbstzweck. Wie immer gilt: tue, was dich glücklich macht.

Ein Hedonist ist treu, weil ihm die exklusive Beziehung zu einem Menschen die meisten Freude bringt. Treue kann mehr Vergnügen bringen. Sich auf einen Menschen zu konzentrieren. Einen Weg durchzuziehen. Tiefe in Sex und Emotion zu erleben, anstatt immer wieder neu anzufangen, kann sehr viel Glück bringen. Durch Verzicht auf den intimen Kontakt zu anderen Menschen, die Freude am Zusammenleben mit dem einen zu steigern ist natürlich denkbar.

Der Hedonismus erlaubt natürlich, mit verschiedenen Strategien zum Glück zu kommen. Es geht nicht nur darum, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, einen kurzen oberflächlichen Genuss zu erleben, wenn man sich dadurch ein intensiveres Vergnügen verdirbt. Sonst würden Hedonisten ja nie eine lange, nervige Flugreise auf sich nehmen, um an einem paradiesischen Ort Urlaub zu machen.

Aber, wenn der kurze Genuss möglich ist und dem Hedonisten das Leben verschönert, warum nicht? Wer isst immer nur bei Mutti? Selbst eine Currywurst auf der Kirmes kann einem Vergnügen bereiten.

Was ist, wenn der Partner dies nicht akzeptieren kann?

Ein hedonistisches Paar prüft sich gegenseitig nur darauf, ob das Erlebnis mit dem Dritten, eine Einschränkung mit sich gebracht hat. Vielleicht kommt es nicht mehr zum Sex in der Beziehung, weil der eine schon befriedigt ist. Eine Verabredung zu einem schönen, intimen Abend ist nun zerstört. Das sind Gründe, sich zu streiten. Vielleicht hat das hedonistische Paar aber auch versucht, eine neue, tiefere Intimität zu erreichen und der Seitensprung des einen hat dies vereitelt.

Aber wenn all dies nicht der Grund ist und der Partner eifersüchtig ist und leidet, müssen wir uns kritisch hinterfragen.

Als Hedonist sollte man sich dann fragen, ob beide überhaupt nach denselben Spielregeln spielen. „Ist mein Partner überhaupt ein Hedonist?“ Ist es für den Partner wichtig, dass ich genieße und glücklich bin? Oder will mein Partner nur die Bestätigung, durch meinen Verzicht, das er wichtig ist? Warum kann mein Partner mit der Wahrheit nicht umgehen (denn in Wahrheit möchte ich ja auch mit anderen Vergnügen haben)?

Treu zu Leiden, damit der andere nicht leidet, ist keine hedonistische Forderung. Wenn einer von beiden kein Glück mehr empfindet, muss er den anderen damit konfrontieren und diese Ebene der Beziehung beenden.

 

Hier ein paar anregende links:

http://www.bento.de/gefuehle/sex-warum-anne-und-max-andere-paare-zum-gruppensex-treffen-2245965/?#ref=recom-outbrain

https://www.joyclub.de/

Hedonistisch erziehen

Motivation

Wer seine Kinder hedonistisch erziehen will, legt starken Wert auf Motivation im Gegensatz zu Disziplin.

Das Glück des Kindes hängt davon ab, dass es lernt, die Dinge zu tun, die es selbst glücklich machen. Disziplin hingegen sorgt dafür, dass man Regeln befolgt – meist, um die Gesellschaft glücklich zu machen.

Selbst in der Psychologie wird die Selbstdisziplin als Voraussetzung angesehen, um seine Probleme zu lösen (und um dann glücklich zu sein).

Natürlich muss ein Kind auch Regeln befolgen und man muss im Zweifel diese Regeln auch gegen den Willen des Kindes durchsetzen (Medizin nehmen, nicht bei rot über die Ampel gehen, etc..). Diese Sonderfälle sollten aber nicht die komplette Erziehung prägen.

Auch um Dinge zu erreichen, braucht es Selbstdisziplin. Aber mal ganz ehrlich: als ihr damals nicht genug Klavier geübt habt, was war der eigentliche Grund? Mangelnde Selbstdisziplin oder mangelnde Motivation? Wie hätte man euch besser motivieren können?

Ich habe zum Beispiel besser Musik gemacht, als ich angefangen habe, die Lieder auf dem Instrument zu spielen, die mir gefallen. Mich hat es auch motiviert, mit anderen Musik zu machen. Vor anderen Musik machen, macht auch Spaß, aber wenn man sich selbst nicht gut findet, wird nur eins vorgeführt – man selbst.

An diesem kleinen Beispiel sei verdeutlicht: Kinder mit Motivation zu erziehen, verlangt viel mehr Aufmerksamkeit, als mit Disziplin. Mit Disziplin befehle ich, jammere, drohe, bestrafe.

Mit Motivation zu erziehen, bedeutet, sein Kind kennen, ihm zuhören, es verstehen, kreative Lösungen zu entwickeln, Aufwand betreiben….

Die Belohnung für Eltern und Kind: ein glückliches Kind und für die Eltern das Gefühl, gute Eltern zu sein.

Weitere Gedanken

 

Wenn wir uns beobachten, merken wir, wie unglaublich stark wir in unserer Erziehung geprägt werden.

Wurdest du dazu erzogen, glücklich zu sein? Oder hat man dir beigebracht, nicht anzuecken, nach den Regeln zu spielen, in den Himmel zu kommen, erfolgreich zu sein?

Natürlich wollen die meisten Eltern, dass es uns später gut geht. Aber sehr oft denken sie, es geht nur auf eine bestimmte Art, z.B. in dem wir ein gutes Ansehen haben, ein gutes Einkommen, eine Familie.

Seien wir ehrlich, es ist sehr schwierig, jemand anderem zu helfen, glücklich zu werden.

Was sind die wichtigsten Dinge, die man einem Kind beibringen muss, damit es glücklich sein kann?

1.) Glück kann man nur selber empfinden. Nur auf seine eigene Art. Wir können anderen nützlich sein, damit die glücklich werden, indem wir uns ausnutzen lassen. Um glücklich zu sein, müssen wir akzeptieren, wie wir sind und dazu stehen, wie wir glücklich sein können.

Eltern müssen den ersten Schritt tun und ihre Kinder akzeptieren und darin bestärken, wie sie sind. Nur auf dieser Basis können Kinder glücklich werden.

2.) Damit ein Mensch lernt hedonistisch zu leben, muss er auch das Glück der anderen berücksichtigen. Bei Kindern, die so bedürftig sind, ist dies noch sehr schwierig. Die Überlegung, sich selber zufrieden zu stellen und dabei einen anderen Menschen im Blick zu haben, zu überlegen, ob mein Glück gerade zu Lasten anderer geht, ist eine komplexe Entscheidung.

Wichtig ist, dass wir dem Kind nicht das eigene Bedürfnis nach Glück vorwerfen, sondern es lediglich darauf aufmerksam machen, das es im Einzelfall einen anderen Menschen zu sehr belastet und sich deswegen eine neue Strategie überlegen sollte, seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Hedonismus und – endlich – SEX!

Ja, diejenigen, die sich als Hedonisten bezeichnen, tun dies oft im Zusammenhang mit Sex und warum auch nicht.

Guter Sex macht glücklich. Die ganze Biologie des Geschlechtsverkehrs ist darauf angelegt, uns zufrieden zu machen. Wenn aus Sex eine Familie entsteht, kann dies sehr Sinn stiftend sein.

Sex ist sicher eine sehr gute Art, seine Wünsche und seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Beim Sex muss man sich selber kennen lernen und zu dem stehen, was man braucht.

Hedonisten sind somit sicher Befürworter von gutem Sex.

Guter Sex sollte sich auch darauf richten, dass der Sexpartner ebenfalls Gefallen daran hat. Auch hier zeigt sich wieder das Prinzip des rücksichtsvollen Egoismus, welches im Hedonismus immer wieder vorkommt.

Im Rahmen dieser Spielregeln ist alles erlaubt und jeder wird durch den Hedonismus aufgefordert seine Vorlieben zu erforschen.

Vielleicht ist auch diese Freiheit im Genuss der Grund, warum wir bei einer Googlesuche nach „Hedonismus“ so viele Treffer aus dem Erotikbereich finden.

TheHedonist

Die ganzen direkten und indirekten Verbote, Unterdrückungen, was Sexualpraktiken angeht, müssen zu einer Auflehnung bei denen führen, die Sex als befriedigend empfinden und die sich diese Befriedigung nicht verbieten lassen wollen.

Der Hedonismus ist beim Sex sicher am einfachsten zu verstehen und bietet hier einen ganz großen Vorteil im Vergleich zu den meisten anderen Religionen, die Sex unterdrücken.

Hedonismus und Tod

Die gute Nachricht: es gibt keine Hölle. Keine Strafe. Keine sonstige göttliche Perversion, um dich gefügig zu machen. Aber auch kein Nirvana, auch wenn der Buddhismus (im westlichen Sinne) dem Hedonismus wahrscheinlich am nächsten kommt.

Die schlechte Nachricht: keine 99 Jungfrauen, kein ewiges Hallelujah.

Das einzige, was die Hedonisten dir anbieten, ist das Glück auf Erden. Dein persönliches Glück. Das, was du fühlst.

Ich gebe zu, je nachdem, wie gut man in der Vergangenheit seiner Religion gefolgt ist, hört sich das nach einem schlechten Deal an.

Vielleicht gehst du schon seit Jahren in die Kirche, meditierst, bist nach Mekka gepilgert, immer in der Erwartung, ein Gott wird es dir schon vergelten. Als Hedonist musst du dich davon verabschieden. Außer dem persönlichen Glück, was du hoffentlich trotzdem bei deinen religiösen Erfahrungen erlebt hast, gibt es nichts.

Die Religionen verlangen von uns oft Dinge, die wir sonst nie auch nur annähernd in Betracht ziehen würden. Warum dieses irrationale Verhalten?

Aber, was wäre, wenn diese fantastischen Religionen alle unrecht haben? Wenn du dein ganzes Leben aus unlogischen Gründen Dinge tust, nur um nach deinem Tod eine Belohnung zu erhalten? Hört sich für mich riskant an. Aktien kaufe ich nicht auf so unsicherer Basis.

Auch bei der Liebe oder anderen Dinge, die mir wichtig sind, versuche ich etwas mehr zu verstehen. Einfach nur glauben? Nein, das ist mir zu heikel.

Wenn ich sterbe und nach meinem Tod ein Typ namens Petrus vor mir steht, werde ich blöd aus der Wäsche gucken und sagen: „Irren ist menschlich.“

Also wenn er dann keine Gnade zeigt, bin ich eh verloren.

Weiß ich, dass es so kommen wird? Nein, denn um etwas zu wissen, muss man alle Fakten kennen. Alle Fakten zu kennen ist mir zu „göttlich“.

Ein echter Hedonist wird dir auch nie eine Wahrheit verkaufen. Ein Hedonist versteht sehr gut, dass wir Menschen viel zu eingeschränkt in unserem Wissen und Denken sind, um Wahrheiten zu besitzen. Daher empfehlen wir Hedonisten dir auch nie die Aussagen anderer als Wahrheiten zu sehen.

Wenn du schon religiös sein willst, dann warte, bis dein Gott zu dir spricht und höre nicht auf deinen Priester.

Hedonismus und Egoismus

Sind Hedonisten alles Egoisten? Jein!

Ja, denn sie streben ihr eigenes Glück an. Als echte Hedonisten akzeptieren sie, das dies nicht zu Lasten anderer gehen darf.

Nein, denn das Glück der anderen ist wichtig.

Wie macht das ein Hedonist, der sein Glück als Wichtigstes sieht?

Kennst du auch das Gefühl, glücklich zu sein, weil du jemand anderen glücklich gemacht hast? Die Wissenschaft sagt, das wir Menschen soziale Wesen sind und daher ist es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Menschen eher glücklich sind, wenn sie anderen helfen.

Für uns Hedonisten stellt sich damit keine weitere moralische Frage. Wir machen andere glücklich und dienen damit uns selbst.

Du musst für uns nicht altruistisch sein. Im Gegenteil, wir verlangen von dir kein Opfer. Kein Unglück, damit du über dein Leiden zeigen kannst, wie moralisch vollkommen du bist. Dein Leid würde unser Weltbild stören. Sei glücklich und wenn du hilfst, das andere auch glücklich sind, hast du allen genutzt.

Es gibt eh keinen Himmel oder keine Hölle, in der die Abrechnung passiert. Wenn du anderen helfen kannst, ist es gut. Hauptsache, danach sind alle glücklich.

Unterlässt du es zu helfen und kannst damit gut leben, passiert dir – nach hedonistischer Sicht auch keine Strafe (ggf. würden dich die Gerichte zur Rechenschaft ziehen, weil du einen Vertrag unterschrieben hast, als Arzt, Kindergärtner oder Feuerwehrmann, wo du dich zur Hilfe verpflichtet hast).

Aber solltest du nicht helfen und dich nachher vor Alpträumen wälzen und dich schlecht fühlen, dann hast du vielleicht gelernt, dass es dich glücklicher macht zu helfen.

Denk dran, alles passiert auf dieser Erde!

 

Was ist Glück?

Wenn wir als Hedonisten das Glück für so wichtig halten, sollten wir es wenigstens definieren können. Das ist zugegebenermaßen schwierig.

Aber nur weil es schwierig ist, bedeutet das nicht, das es hierfür keine Antwort gibt.

Zunächst einmal glaube ich, dass das, was Glück ist, immer höchstpersönlich ist. Ich denke auch, dass niemand die Hoheit haben sollte, zu definieren, was das Glück der anderen ist.

Damit ist die erste Regel: „Glück ist das, was das Individuum als sein Glück bezeichnet.“

Natürlich gibt es Situationen, in denen wir wissen wollen, was andere glücklich macht. Sei es in der Partnerschaft, in einer Politik, die auf andere abzielt oder auch, wenn wir über Produkte nachdenken, von denen wir glauben, das sie andere glücklich machen.

Als Hedonisten glauben wir nicht an eine höhere Macht. Es wird also nie eine Gottheit geben, die uns durch Fingerzeige erklärt, was Glück ist. Auch bei Gurus wäre ich immer vorsichtig. Sicher gibt es tolle Menschen, die mehr über das Glück wissen, als andere, aber es sind nur Menschen.

Ich glaube, wir sollten uns an dem orientieren, was die Wissenschaft uns an Antworten bietet und dabei durchaus kritisch sein, denn Wissenschaft entwickelt sich weiter und die Psychologie ist ein sehr neuer und komplexer Zweig. Dogmen sollten wir nie akzeptieren. Maximal sind es Hinweise, die jeder für sich selber überprüfen kann.

Die Definition von Glück bei Wikipedia lautet:

Allegorie des Glücks (Gemälde von Agnolo Bronzino, 1546)

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals­wendung. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis. Glück darf nicht mit Glückseligkeit verwechselt werden, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung erklärt und verstanden wird.

Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht Eingang gefunden in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie. Dort wird es nach Thomas Jefferson als Pursuit of Happiness bezeichnet.[1] Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand spezifischer Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.

Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens teilweise Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.“

Glückspolitik

 

Als ich mich das erste Mal intensiver mit Hedonismus beschäftigte, dachte ich noch, „na gut, endlich eine Erklärung für meine persönliche Weltsicht, aber was jetzt? Hat es irgendeine Konsequenz, wenn man Hedonist ist?“

Mit der Zeit ist mir immer mehr aufgefallen.

  1. Hedonisten sind weltoffen. Wir diskriminieren niemanden. Wir sind keine Nationalisten
  2. Hedonisten sind im positiven Sinne unreligiös. Wir müssen keinen ermorden, nur weil er nicht an unseren Gott glaubt (wir haben ja gar keinen).
  3. Hedonisten haben ein Ziel für unsere Gesellschaft: das Glück aller ist für uns das Wichtigste.

Dieser letzte Punkt ist aus meiner Sicht so wichtig, dass er in die Verfassung gehört.

So weit ich weiß, ist Bhutan das einzige Land auf der Welt, wo Glück einen Verfassungsrang hat. (Wikipedia )

Wenn wir uns als Hedonisten das auf der Zunge zergehen lassen, ist es eigentlich absurd. Wenn die anderen Staaten nicht das Glück der Menschen als Ziel haben, was für ein Ziel verfolgen sie dann?

Vielleicht ist es aber auch unwichtig, ob Glück in unserer Verfassung steht oder nicht, oder? Nein, denn dann wäre alles was in der Verfassung steht unwichtig. Wir sollten unsere Verfassung in jeder Hinsicht ernst nehmen. Auch wenn es manchmal abgehoben und esoterisch erscheint: unsere Verfassung bestimmt unser Leben. In der deutschen Verfassung ist „Glück“ maximal indirekt beschrieben: über Freiheit, Menschenwürde, etc..

Warum sind die Politiker so zurückhaltend? Ist es so verwerflich, wenn ein Staat seine Bürger glücklich sehen will? Anscheinend ja. Glück auf Erden, statt im Himmel? Vielleicht sind wir christlicher geprägt, als wir wahrhaben wollen.

Wäre das Glück der Menschen ein Staatsziel, dann wäre es einklagbar. Die Politik müsste sich danach ausrichten, was uns glücklich macht. Dies könnte dramatische Veränderungen nach sich vollziehen. Vergegenwärtigen wir uns nur, dass wir in einem sehr reichen Land leben und sehr viele Menschen trotzdem unglücklich sind.

Was wäre, wenn die Politik sich nicht mehr auf das Wirtschaftswachstum, sondern auf das Glückswachstum konzentrieren müsste? Kennt ihr ein Unternehmen, dass sein Geld damit  verdient, Menschen glücklich zu machen, also nicht nur das zu versprechen, sondern es tatsächlich zu tun: „Sie waren unglücklich in ihrem Urlaub? Geld zurück! Der Kredit unserer Bank hat ihr Leben zerstört? Sorry, wir machen alles wieder gut! Unser Alkohol hat sie ihre Familie gekostet? Wir kümmern uns!“

Die Wahrheit ist, es gibt keine Produkte, die uns glücklich machen. Unsere Politik ist auf das Wohl unserer Wirtschaft gerichtet, weil man Wirtschaft besser messen kann, als Glück.

Aber hat schon Mal eine deutsche Regierung ernsthaft versucht, herauszufinden, was die Deutschen glücklich macht?

 

Fitnesscenter des Glücks

Seit längerem habe ich die Idee, ein Fitnesscenter des Glücks zu gründen.

Ich frage mich, warum wir, wenn es um den Körper geht, so selbstverständlich trainieren (zumindest versuchen wir es), beim Glück warten wir ab, bis wir krank sind. Beim Glück gibt es eigentlich nur den Psychologen, der uns von einer Depression heilt.

Wäre es beim Sport genauso, wären in den Fitnesscentern und Sportvereinen nur chronisch Kranke.

In meinem Fitnesscenter des Glücks würde der Kunde üben, wie man sich das Glück im Alltag besorgen kann. Ich glaube, es gibt viele große und kleine Tricks, mit denen man sich glücklicher machen kann. Es muss nicht immer das ganz große Glück sein. Beim Sport sind wir ja auch froh, wenn wir mal ein paar Kilo verlieren. Sport machen die meisten von uns ja nicht, um Olympia zu gewinnen.

Ich gebe zu, viele Dinge kennen wir auch schon, aber andererseits ist das ja auch beim Sport nicht anders. Trotzdem brauchen wir einen Trainer und eine Umgebung, in der wir lernen, unseren Körper zu trainieren.

Was könnte das im Detail sein, was uns glücklicher macht? Sicher sehr vieles.

Wenn wir uns chronologisch durch den Tag arbeiten:

  1.  Schlafen
  2. Frühstücken
  3. Zur Arbeit / Schule fahren
  4. Arbeiten
  5. Mittagspause
  6. Arbeiten
  7. Nachmittag
  8. Nach Hause fahren
  9. Abendessen schlafen

So (langweilig) sieht es wohl bei den meisten von uns aus.

Aber, wie könnte man in diesen Ablauf überall ein bisschen Glück einarbeiten?

Ich werde über die Zeit versuchen, diesen Alltag als Kapitel zu sehen, die ich nach und nach mit Tipps & Tricks aus Ratgebern und der Wissenschaft ansammle.

 

 

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